Überblick
Neue gesetzliche Regelungen sorgen dafür, dass Wärmepumpen künftig stromnetzorientiert gesteuert werden können. Damit sollen Überlastungen des Netzes verhindert werden. Wer eine Wärmepumpe nutzt – besonders seit dem 1. Januar 2024 – und bestimmte Regeln erfüllt, kann deutlich von günstigeren Stromtarifen und anderen Kostenvorteilen profitieren.
Wer ist betroffen und was gilt aktuell?
- Wärmepumpen, die seit dem 1. Januar 2024 in Betrieb genommen wurden, müssen steuerbar sein. Das heißt: Ihr Stromanbieter bzw. Netzbetreiber kann in Spitzenzeiten die Leistung reduzieren (nicht komplett abschalten), um das Netz zu entlasten.
- Für ältere Anlagen, also Wärmepumpen, die Ende 2023 oder früher installiert wurden, gelten weitgehend die bisherigen Regelungen. Wenn ein eigener Stromzähler vorhanden ist, können diese Anlagen meist einen günstigeren Wärmepumpenstromtarif nutzen. Ohne eigenen Zähler sind häufig Zusatzkosten oder günstigere Tarife schwieriger umzusetzen.
Module und mögliche Einsparungen
Es gibt verschiedene Module zur Wahl, je nach Ausstattung der Wärmepumpe und je nach Verbrauch:
| Modul | Voraussetzungen | Vorteile |
|---|---|---|
| Modul 1 | keine Änderung am Stromzähler nötig; Wärmepumpe muss steuerbar sein | pauschale Reduktion der Netzentgelte – durchschnittlich ca. 150 Euro/Jahr Ersparnis; gut bei geringem Verbrauch |
| Modul 2 | eigener Stromzähler für die Wärmepumpe | deutlich geringere Netzentgelte pro kWh; bei hohem Verbrauch oft sehr rentabel |
| Modul 3 | ebenfalls steuerbare Einrichtung; zeitvariable Netzentgelte | Verbrauch in Zeiten niedriger Netzentgelte nutzen und damit Kosten sparen; besonders bei großem Verlagerungspotenzial lohnend |
Wichtige Hinweise für Verbraucher:innen
- Prüfen Sie, ob Ihre Wärmepumpe bereits steuerbar ist oder gemacht werden kann. Manche technischen Voraussetzungen, z. B. ein Pufferspeicher, sind wichtig, damit das Dimmen ohne Komforteinbußen funktionieren kann.
- Haben Sie einen separaten Zähler für die Wärmepumpe, achten Sie bei Tarifvergleichen darauf, ob der Anbieter auch einen Wärmepumpentarif anbietet. Häufig ist dieser günstiger als der „normale“ Haushaltsstromtarif.
- Beachten Sie regionale Unterschiede: Netzentgelte, Rabatte und verfügbare Module können stark variieren je nach Netzbetreiber und Postleitzahl.
- Es lohnt sich, bei den Versorgern direkt nachzufragen, ob sie bereits Tarife unter den neuen Regelungen anbieten.
Fazit
Wer eine moderne und steuerbare Wärmepumpe besitzt oder plant, kann mit den neuen Regelungen spürbar Stromkosten senken – besonders durch geeignete Tarifwahl sowie Nutzung eines separaten Zählpunkts oder der neuen Module. Wichtig sind dabei Transparenz bei den Tarifen, technische Voraussetzungen und der Stand der eigenen Anlage.
Quelle: Verbraucherzentrale, „Wärmepumpenstrom: So heizen Sie günstiger mit der Wärmepumpe“ (Stand: 19.09.2025)
Bildquelle: Foto einer Wärmepumpe an der Hauswand, onepony / stock.adobe.com (lizenzfrei)
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